Deko-Fehler vermeiden: Weniger, größer, gezielter - So gestalten Sie Räume wirklich schön
7 Feb
von Marlene Wiesner 17 Kommentare

Wie oft haben Sie schon einen Raum betreten, der vollgestopft war mit Vasen, Bildern, Kissen und kleinen Statuen - und trotzdem irgendwie kalt, ungemütlich und überfordert gewirkt hat? Sie sind nicht allein. Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wohnkultur aus 2023 passiert das in 78% aller privaten Wohnungen in Deutschland. Der Grund? Wir versuchen, mit zu vielen Dingen Wärme zu erzeugen - und landen stattdessen in einer Art visuellem Stau. Die Lösung? Weniger, größer, gezielter. Kein Mythos. Kein Modetrend. Ein bewährtes Prinzip, das von Forschern, Designern und Nutzern gleichermaßen bestätigt wird.

Weniger: Wie viele Dinge brauchen Sie wirklich?

Die erste Regel ist einfach, aber schwer umzusetzen: Reduzieren. Nicht nur ein bisschen. Sondern radikal. Pro Raum sollten Sie maximal fünf bis sieben zentrale Deko-Elemente haben. Nicht mehr. Das klingt hart, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Räume mit durchschnittlich 23,7% mehr Deko-Objekten als empfohlen wirken bis zu 40% enger. Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung - das hat die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe mit Messungen im realen Raum nachgewiesen. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Wohnzimmer. Ein Sofa, ein Tisch, eine Lampe, ein Bild, eine Pflanze. Das ist es. Keine fünf Kissen, keine drei Vasen, kein Regal voller Trödel. Was bleibt, ist Luft. Und Luft macht Räume groß. Und groß macht sie angenehm.

Die größte Hürde? Loslassen. Laut einer Analyse von Planner5D geben 76% der Menschen zu, dass die Entscheidung „was behalten, was weg“ die größte psychologische Hürde ist. Die Lösung? Machen Sie einen Schnitt. Nehmen Sie jedes Deko-Objekt in die Hand. Fragen Sie sich: Hat es eine Funktion? Fühlt es sich gut an, wenn ich es sehe? Erinnert es mich an etwas Wichtiges? Wenn die Antwort auf mindestens zwei Fragen „Nein“ ist, dann gehört es nicht hierher. Es muss nicht weggeworfen werden. Lagern Sie es. Probieren Sie es später in einem anderen Raum aus. Oder verschenken Sie es. Die Freiheit, die Sie dadurch gewinnen, ist größer als Sie denken.

Größer: Warum Größe alles verändert

Weniger bedeutet nicht klein. Im Gegenteil: Die verbleibenden Elemente müssen groß und markant sein. Ein kleines Bild, das nur 15x15 cm misst, verschwindet an der Wand. Ein großes, das 50x70 cm misst, wird zum Blickfang. Dasselbe gilt für Vasen, Kerzen, Skulpturen. Die Faustregel: Jedes zentrale Deko-Element sollte mindestens 30x30 cm Grundfläche haben. Warum? Weil unser Auge Muster erkennt - und große Formen klarer, ruhiger und stärker wahrgenommen werden. Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik zeigte, dass Räume mit wenigen, großen Objekten die subjektive Wohnzufriedenheit um 32,5% steigern. Das liegt an der klaren visuellen Hierarchie. Sie brauchen nicht zehn kleine Dinge, um Wärme zu zeigen. Sie brauchen ein einziges, starkes Element, das Emotionen auslöst.

Praktisches Beispiel: Statt drei kleine Bilder in einer Reihe aufzuhängen, hängen Sie ein großes, einfarbiges Kunstwerk auf - mit einem starken Kontrast zur Wandfarbe. Oder statt einer Reihe kleiner Kerzen auf dem Tisch, stellen Sie eine einzige, hohe Kerze mit einer breiten, flachen Flamme auf. Die Wirkung? Beruhigend. Eleganter. Tiefer. Und: viel einfacher zu putzen. 37% der Nutzer, die dieses Prinzip anwenden, nennen genau das als Hauptvorteil: „Ich brauche jetzt nur noch halb so viel Staub zu wischen.“

Gezielter: Der Raum spricht - Sie müssen nur zuhören

Ein Raum hat eine Funktion. Und jede Funktion braucht ein zentrales Element, das sie unterstützt. Ein Essbereich braucht eine starke Tischleuchte. Ein Leseecke braucht eine große Lampe. Ein Sofa braucht ein Bild, das direkt auf Augenhöhe hängt. Das ist „gezielter“. Es geht nicht darum, was schön aussieht - sondern was passt.

Die häufigste Fehlentscheidung? Bilder zu hoch hängen. Laut Experten von IBOD tun das 61% aller Menschen. Die Regel: Das Bild hängt so, dass die Mitte des Bildes auf Augenhöhe liegt - also etwa 150 cm über dem Boden. Wenn das Sofa davor steht, sollte zwischen Bild und Sofalehne ein Abstand von 10 bis 15 cm sein. Mehr? Dann wirkt das Bild wie ein Fremdkörper. Weniger? Dann wirkt es, als würde es auf dem Sofa liegen. Das ist kein Geschmack. Das ist Physik. Und diese Regel funktioniert bei Deckenhöhen bis 2,80 m. Darüber? Dann passen Sie an. Ein Nutzer auf Reddit hat es genau so beschrieben: „Bei hohen Decken muss das Bild höher hängen - sonst sieht es aus, als wäre es in der Luft.“

Ein weiterer gezielter Tipp: Verwenden Sie ungerade Zahlen. Drei Vasen. Fünf Bücher auf dem Sideboard. Ein einzelner Stuhl neben dem Sofa. Warum? Weil unser Gehirn ungerade Anordnungen als harmonischer wahrnimmt. Das hat die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in einer visuellen Studie nachgewiesen: Ungerade Gruppen führen zu einer 18% höheren Zufriedenheitsrate bei Betrachtern. Das ist kein Zufall. Das ist evolutionär. In der Natur gibt es auch keine perfekten geraden Linien. Es gibt Bäume, die schief wachsen. Berge, die ungleich sind. Und das finden wir schön.

Drei Vasen, ein Buch und eine Kerze auf einem Sideboard, asymmetrisch und ohne Überfüllung.

Farbe: Der unsichtbare Raumgestalter

Ein Raum kann mit den besten Möbeln und größten Bildern noch immer scheitern - wenn die Farben nicht zusammenpassen. Laut Brigitte.de wählen 58% der Menschen Farben, die sich stören. Rot neben Orange. Blau neben Lila. Gelb neben Türkis. Die Lösung? Farbpaletten mit maximal drei Tönen. Ein Hauptton (z. B. Beige), ein Sekundärtone (z. B. Grau) und ein Akzent (z. B. Dunkelgrün). Alles andere ist Lärm. Verwenden Sie Farbproben. Kleben Sie sie an die Wand. Schauen Sie sie sich über drei Tage an - morgens, mittags, abends. Die Lichtverhältnisse ändern sich. Die Wirkung auch. Ein Farbton, der am Abend warm wirkt, kann am Morgen kalt wirken. Und das ist der Punkt, an dem viele scheitern.

Und was ist mit weißen Wänden? Sind sie langweilig? Nein. Weiß ist nicht leer. Weiß ist ein Hintergrund, der Raum gibt. Es ist die Leinwand, auf der die großen, gezielten Elemente ihre Wirkung entfalten. Ein weißer Raum mit einem einzigen, tiefgrünen Sofa und einer großen, schwarzen Lampe wirkt viel lebendiger als ein bunt gestrichener Raum mit zehn kleinen Deko-Objekten.

Was tun mit persönlichen Erinnerungen?

Eine der häufigsten Kritiken an „weniger, größer, gezielter“ ist: „Ich kann doch meine Fotos, Reiseandenken und Erbstücke nicht einfach wegschmeißen!“ Das ist verständlich. Und völlig richtig. Aber es gibt einen Weg. Sie müssen nicht alles zeigen. Sie müssen es strukturiert zeigen. Ein Regal mit drei bis fünf ausgewählten Objekten - aus verschiedenen Lebensphasen - ist viel stärker als ein Regal voller Dinge. Ein einzelnes Foto in einem großen Rahmen an der Wand, das Sie wirklich lieben, wirkt mehr als zehn kleine Bilder in einer Reihe. Die Kunst liegt darin, aus Ihrer Geschichte eine Erzählung zu machen - nicht ein Archiv.

Ein Beispiel: Ein altes, verbeultes Kofferstück aus Ihrer Reise nach Japan. Stellen Sie es nicht in den Flur. Stellen Sie es auf einen kleinen Tisch neben dem Sofa, zusammen mit einer japanischen Kerze und einem Buch über Reisen. Jetzt hat es eine Funktion. Jetzt hat es einen Kontext. Jetzt ist es kein Fundstück. Jetzt ist es ein Teil der Geschichte Ihres Raums.

Eine Leseecke mit einem grünen Sessel, einer großen Lampe und einem einzelnen Bild an der Wand.

Was ist mit dem Minimalismus-Vorwurf?

Einige sagen: „Das ist doch nur Minimalismus.“ Nein. Minimalismus ist oft kalt. Leer. Steril. Dieser Ansatz ist anders. Er ist nicht um des Weglassens willen. Er ist um des Erhaltens willen. Es geht darum, das zu behalten, was wirklich zählt. Es geht darum, Gemütlichkeit zu schaffen - nicht zu verdrängen. Laut Feng-Shui-Beraterin Eva Titze sollte ein idealer Raum 70% Funktion und 30% Ästhetik enthalten. Das ist der Schlüssel. Funktion sorgt für Ordnung. Ästhetik sorgt für Gefühl. Beides zusammen schafft Zuhause.

Die Studien zeigen: Menschen, die dieses Prinzip anwenden, fühlen sich nicht nur wohler. Sie fühlen sich auch ruhiger. Eine Langzeitstudie der Universität Weimar aus 2023 fand eine Stressreduktion von 28,7% - deutlich mehr als bei reinem Minimalismus (12,3%) oder maximalistischem Design (9,8%). Warum? Weil der Raum nicht mehr „arbeiten“ muss. Er ruht. Und das tut uns gut.

Wie fangen Sie an?

Beginnen Sie mit einem Raum. Nicht mit allen. Mit einem. Nehmen Sie sich acht bis zwölf Stunden Zeit. Alles andere ist zu viel. So geht’s:

  1. Entfernen Sie ALLES von den Wänden, vom Boden, von den Regalen. Ja, alles.
  2. Wählen Sie drei bis fünf Dinge, die Sie wirklich lieben - und die groß genug sind.
  3. Platzieren Sie sie gezielt: ein Bild auf Augenhöhe, eine Lampe über dem Sitzplatz, eine Pflanze dort, wo Licht hinfällt.
  4. Verwenden Sie ungerade Zahlen. Drei, fünf, nicht zwei, vier.
  5. Wählen Sie eine Farbpalette: ein Hauptton, ein Sekundärtone, ein Akzent. Kein mehr.
  6. Stellen Sie sicher: Zwischen Möbel und Wanddeko sind 10-15 cm Abstand.
  7. Beobachten Sie den Raum 24 Stunden. Was fühlt sich falsch an? Was fehlt? Was überfordert?
  8. Feinjustieren. Nicht mehr hinzufügen. Nur verändern.

Diese Schritte kosten Zeit. Aber sie lohnen sich. 63% der Nutzer berichten innerhalb von vier bis sechs Wochen eine deutliche Verbesserung. Die meisten sagen: „Ich fühle mich jetzt zu Hause.“

Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft ist personalisiert. Laut dem Jahresbericht Interior Design Trends 2024 passen 68% der Nutzer das Prinzip an - nicht starr, sondern individuell. Einige hängen mehr Bilder auf. Andere verwenden mehr Textilien. Wichtig ist nicht die Zahl. Sondern die Absicht. Ist es bewusst? Ist es gezielt? Ist es groß? Dann ist es richtig. Und wenn Sie das verstanden haben, dann brauchen Sie keine Anleitung mehr. Dann wissen Sie, wie Ihr Raum sich fühlen soll. Und dann gestalten Sie ihn einfach so.

Was ist der größte Fehler beim Dekorieren?

Der größte Fehler ist Überfüllung. Zu viele kleine Dinge machen einen Raum eng, unruhig und schwer zu pflegen. Laut Studien wirkt ein überladener Raum bis zu 40% enger. Die Lösung: Weniger, aber gezielter und größer.

Wie viele Deko-Elemente sollte ein Raum haben?

Maximal fünf bis sieben zentrale Elemente pro Raum. Das sind keine 20 Kissen oder zehn Bilder. Das sind drei große Objekte - wie ein Bild, eine Lampe, eine Pflanze - plus zwei bis drei kleinere Akzente. Qualität zählt, nicht Quantität.

Warum sollen Deko-Objekte größer sein?

Große Objekte haben mehr Gewicht im Raum. Sie wirken stärker, ruhiger und sorgen für visuelle Ruhe. Ein Bild von 50x70 cm wirkt harmonischer als drei kleine von 20x20 cm. Die Faustregel: Mindestens 30x30 cm Grundfläche pro zentralem Element.

Sollte man Bilder immer auf Augenhöhe hängen?

Ja - mit Ausnahme bei sehr hohen Decken. Die Mitte des Bildes sollte auf Augenhöhe liegen, also etwa 150 cm über dem Boden. Wenn es über einem Sofa hängt, sollte der Abstand zwischen Sofa und Bild 10-15 cm betragen. Bei Decken über 2,80 m kann man das Bild höher hängen, aber nie so, dass es wie ein Fremdkörper wirkt.

Warum sind ungerade Zahlen besser?

Ungerade Zahlen (3, 5, 7) wirken natürlicher und harmonischer, weil unser Gehirn sie leichter verarbeitet. Studien zeigen, dass sie zu einer 18% höheren Zufriedenheitsrate führen. Gerade Zahlen (2, 4, 6) wirken oft steif, künstlich oder überfordert.

Kann man dieses Prinzip auch in kleinen Wohnungen anwenden?

Ja, sogar besonders gut. In kleinen Räumen wirkt Überfüllung noch stärker. Weniger, größer, gezielter schafft hier den größten Gewinn: mehr Luft, mehr Licht, mehr Ruhe. Ein großes Bild, eine einzelne Pflanze, ein starker Farbton - das reicht völlig aus.

Marlene Wiesner

Marlene Wiesner

Ich bin Tischlerin mit über 20 Jahren Erfahrung und spezialisiere mich auf Innentüren. Neben meiner handwerklichen Tätigkeit schreibe ich leidenschaftlich gerne über meine Projekte und teile Tipps und Tricks.

17 Kommentare

Gunvor Bakke Kvinlog

Gunvor Bakke Kvinlog

Ich habe diesen Ansatz vor zwei Jahren übernommen und es war der größte Unterschied in meiner Wohnung. Nicht weil es minimalistisch wurde, sondern weil es endlich atmen konnte. Jedes Objekt hat jetzt Raum, um zu wirken. Kein Staubfänger mehr. Nur noch das, was wirklich zählt. Und ja, es fühlt sich wie Heimat an.

Adrienne Seitz

Adrienne Seitz

Die Aussage mit den ungeraden Zahlen hat mich überrascht. Ich dachte, das wäre nur ein Design-Mythos. Aber nachdem ich es ausprobiert habe – drei Vasen statt zwei – fühlt sich der Tisch plötzlich lebendig an. Keine Ahnung, warum. Aber es funktioniert.

Sebastian Westphal

Sebastian Westphal

Ich hab’s auch versucht. Habe das Wohnzimmer komplett geräumt. Alles weg. Nur ein großes Bild, ein Stuhl, eine Lampe, eine Pflanze und eine Vase. Und dann hab ich mich hingesetzt und gedacht: wow. Es ist nicht kalt. Es ist ruhig. Und ich fühle mich nicht wie in einem Möbelkatalog. Sondern wie zu Hause. Die 40% enger-Wirkung? Die hab ich gespürt. Nicht nur gesehen.

Und ja, das Putzen ist einfacher. Aber das ist nur das Bonus-Feature. Das echte Geschenk ist die innere Ruhe, die der Raum jetzt ausstrahlt.

Dana Lenz

Dana Lenz

Es ist nicht genug, nur weniger zu haben. Es muss auch bewusst platziert sein. Wer das nicht versteht, bleibt bei oberflächlicher Ästhetik. Dieser Ansatz ist tiefgreifend. Er verändert die Beziehung zum Raum. Und das ist kein Trend. Das ist eine Lebensweise.

Lorentz Koagedal

Lorentz Koagedal

Also ich hab das alles versucht aber ich bin so ein Mensch der einfach Dinge braucht also ich hab jetzt immer noch 15 Kissen und 8 Vasen und 3 Statuen und ne Menge Bilder und ich weiß dass das falsch ist aber ich kann nicht aufhören weil ich mich sonst verloren fühle also ich weiß es ist nicht gut aber ich brauch es einfach und ich hab das Gefühl dass ich jetzt nicht mehr richtig atmen kann wenn ich nur 5 Sachen hab also ich weiß es ist dumm aber ich kann nicht anders

stefan teelen

stefan teelen

Die Erkenntnis mit dem Abstand zwischen Sofa und Bild – 10–15 cm – ist genial. Ich hab das jahrelang falsch gemacht. Meine Bilder hingen wie Flugzeuge über dem Sofa. Jetzt hab ich es korrigiert. Und plötzlich war der Raum nicht mehr „fertig“ – er war „gelebt“. Es ist nicht übertrieben. Es ist präzise. Und das macht den Unterschied.

Ich hab auch die Farbpalette reduziert. Nur Beige, Grau, Dunkelgrün. Und plötzlich war das Licht anders. Wärmer. Tiefer. Ich hab das nicht erwartet. Aber es ist wie bei Musik: Weniger Noten, aber dafür die richtigen.

Claudia van Tunen

Claudia van Tunen

Hab’s umgesetzt. Besser als gedacht.

Maria Neele

Maria Neele

Ich bin kein Designer. Aber ich bin eine Mutter. Und ich hab gelernt: Kinder brauchen Platz. Und Erwachsene auch. Wenn alles voll ist, gibt es keinen Raum zum Atmen. Weder für die Augen noch für die Seele. Ich hab meine Tochter mit einbezogen – sie durfte drei Dinge auswählen. Einen Stein, eine Puppe, ein Buch. Und jetzt ist ihr Zimmer nicht voll. Es ist voller Liebe. Weil jedes Objekt eine Geschichte hat. Nicht weil es viel ist. Sondern weil es echt ist.

Eirin Shu

Eirin Shu

Die von Ihnen beschriebene Methode entspricht in hohem Maße den Prinzipien der räumlichen Wahrnehmungstheorie nach Giedion. Die Reduktion auf zentrale Elemente schafft eine klare visuelle Hierarchie, die kognitiv weniger belastet und emotional stabiler wirkt. Es ist nicht Minimalismus. Es ist Klarheit. Und Klarheit ist eine Form von Respekt – gegenüber dem Raum, gegenüber sich selbst.

Maxim Van der Veken

Maxim Van der Veken

Oh wow. Endlich mal jemand, der nicht nur „weniger“ sagt, sondern auch erklärt WARUM. Ich dachte, das ist nur ein Instagram-Trend für Leute, die keine Ahnung von Leben haben. Aber nein. Das ist Wissenschaft. Und ich bin beeindruckt. Also: Bravo. Und jetzt: Bitte mehr davon. Mit Quellen. Mit Studien. Mit echten Zahlen. Nicht nur mit „fühlt sich gut an“-Geschwätz.

Reinhard Schneider

Reinhard Schneider

Ich hab das Bild zu hoch gehängt und jetzt hab ich es runtergenommen und es fühlt sich endlich richtig an

Daisy Croes

Daisy Croes

Ich hab’s mit meinem Partner gemacht. Wir haben den Schlafzimmer-Wandschrank leer geräumt. Nur eine Lampe, ein Bild von unserer Hochzeit, und ein kleiner Korb mit Büchern. Und dann haben wir uns hingesetzt – und haben zum ersten Mal seit Jahren nicht an irgendetwas gedacht. Nur an das Licht. Und an das Schweigen. Und an das Gefühl: Wir sind hier. Und das reicht. Es reicht wirklich.

Ich hab geweint. Nicht weil es traurig war. Sondern weil es so schön war.

Christian Rathje

Christian Rathje

Ich hab die ungeraden Zahlen ausprobiert. Drei Tassen auf dem Regal. Nicht zwei. Nicht vier. Drei. Und es fühlt sich… harmonischer an. Ich hab nicht gedacht, dass so etwas einen Unterschied macht. Aber es tut. Es ist wie bei Musik. Drei Noten klingen natürlicher als zwei. Ich hab das nie bewusst wahrgenommen. Jetzt schon.

Lukas Santos

Lukas Santos

Das mit dem Licht und den Farbproben – das ist der Hammer. Ich hab drei Tage lang Proben an die Wand geklebt. Morgens, mittags, abends. Und ich hab gemerkt: Der gleiche Grauton wirkt bei Sonne warm, bei Regen kalt. Und das wusste ich vorher nicht. Jetzt hab ich den richtigen gewählt. Und es ist, als hätte ich den Raum neu erfunden.

Clio Finnegan

Clio Finnegan

Wenn man weniger hat, muss man sich fragen: Was bleibt, wenn alles verschwindet? Und dann erkennt man: Es ist nicht der Raum, der uns heimisch macht. Es ist die Erinnerung, die wir ihm geben. Und das ist die wahre Dekoration.

Schaeffer Allyn

Schaeffer Allyn

Ich hab das alles gelesen. Und dann hab ich mich hingesetzt und gedacht: Ich will das. Aber ich hab keine Zeit. Und ich hab keine Lust, alles wegzuräumen. Und ich hab keine Kraft. Und ich hab Angst, dass ich danach nichts mehr habe. Also hab ich einfach weitergemacht wie immer. Und das ist okay. Manchmal ist das Leben nicht perfekt. Und manchmal ist das okay.

Hans Hariady

Hans Hariady

Ich habe nur eine Kleinigkeit hinzugefügt: Eine einzelne Kerze, die ich jedes Abend anzünde. Kein Duft. Kein Licht. Nur ein Funke. Und das ist genug. Weil sie mir sagt: Heute hast du überlebt. Und das ist mehr als jede Deko.

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